philosophie des gegenstands

marc mer

P H I L O S O P H I E   D E S   G E G E N S T A N D S

 

   kunsttheorie | architekturtheorie | medientheorie

intermediale ├Ąsthetik der k├╝nste und des alltags

 

 

marc mer

gegenstands m├Ądchen_betrachters gegenstand_m├Ądchens
betrachter_gegenstands gegenstand_betrachters m├Ądchen_gegenstands
betrachter_m├Ądchens gegenstand

kleids m├Ądchen_gegenstands kleid_m├Ądchens m├Ądchen_kleids
gegenstand_m├Ądchens kleid

                                                                                                                                                          oder

betrachters betrachtungen zum stand des gegenstands
im werk der ├Âsterreichischen k├╝nstlerin margret wibmer

 

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m├Ądchen winkt_betrachter steigt in m├Ądchens kleid_betrachters gegenstand steigt in m├Ądchens hand

stehen_stand_stehens stand_gegenstehens stand_gegenstand_entgegensteher_deswegen hei├čt gegenstand gegenstand_weil gegenstand entgegensteht

m├Ądchens stehen_m├Ądchen_entgegensteherin_gegenstands stehen gegen gegenstand_kleids stehen_gegen m├Ądchen_gegen betrachter_betrachters stehen_gegen kleid

leib ist gegenstand_leib steht entgegen_kleid ist gegenstand_kleid steht entgegen_leib im kleid steht kleid entgegen_auf dass sich leib im kleid nicht weiter ausbreite_leib um kleid steht kleid entgegen_auf dass leib um kleid an leib im kleid nicht komme_m├Ądchen ist gegenstand_m├Ądchen steht entgegen_gegenstand jedem_kleid jedem_leib jedem_sich selbst sogar_betrachter steht entgegen_m├Ądchens kleid jedem_m├Ądchen jedem_sich selbst auch

alles hat leib_gegenstand hat leib_m├Ądchen hat leib_betrachter hat leib_kleid hat leib

alles hat kleid_leib hat kleid_leib ohne kleid hat sich selbst zum kleid_braucht keines sonst_hat sein eigenes_hat es immer an_unausziehbar_letztes kleid_zugleich erstes_leib mit kleid hat eines an_das nicht seines ist_ausziehbares_letztes keines_erstes auch nicht

am kleid entscheidet sich’s_kleid haben ist nicht kleid sein_leib haben ist leib sein_was leib hat ist dieser_leib haben hei├čt einer sein_kleid haben hei├čt eines sein nicht_leib in sich haben hei├čt einen kleiden_leib um sich haben hei├čt gekleidet sein von einem_leib der kleid um sich hat ist dieses nicht_m├Ądchen das kleid anhat ist dieses nicht_kleid das leib in sich hat ist dieser nicht_was kleid hat ist kleid nicht

m├Ądchen ist kleid_gegenstands kleid_m├Ądchen ohne kleid ist kleid am meisten_m├Ądchen ohne kleid ist kleid ganz und gar_m├Ądchen kleidet gegenstand_m├Ądchen ohne kleid ist kleid ganz und gar jedem gegenstand

m├Ądchens hand ist gegenstands kleid_m├Ądchens hand kleidet gegenstand_hand macht kleid um gegenstand_kleids macht_kleid macht’s_handmacht_hand macht’s_hand um gegenstand macht’s

gegenstand entsteht hand_gegenstand von hand gemacht_hand macht gegenstand_macht der hand ├╝ber gegenstand

gegenstand gemacht von m├Ądchens hand_m├Ądchens macht_macht der hand des m├Ądchens ├╝ber gegenstand_m├Ądchens hand am gegenstand_m├Ądchens hand macht gegenstand_m├Ądchens hand handelt_vom stehen machen handelt m├Ądchens hand am gegenstand_m├Ądchens hand macht alles stehen_alles macht m├Ądchens hand zum gegenstand_das hohle in der hand um gegenstand macht’s

m├Ądchen hat gegenstand wohl in der hand_ganz wie’s gegenstand will_auf dass es gegenstand wohl ergehe in m├Ądchens hand_gegenstand hat’s in seiner hand_was m├Ądchens hand macht am gegenstand_gegenstands macht_gegenstands macht ├╝ber m├Ądchens hand_m├Ądchens handmacht_von gegenstands gnaden

m├Ądchens macht_m├Ądchen macht’s_m├Ądchens handmacht_m├Ądchens hand macht’s_mit gegenstand macht’s m├Ądchens hand

am gegenstand um gegenstand macht’s m├Ądchens hand_vielfinger um einfinger_vielfinger gespreizt_beinspiel_als handspiel_spiel zwischen zwei beinen_zwischen f├╝nf fingern gleich vierfach_m├Ądchen gibt finger alle_gegenstands freud_freuds freud auch

gegenstand_einfinger_fingerzeig_immerzeig_einfingerzeig_der immer zeigt_auf umfinger_aufs hohle in m├Ądchens hand_aufs hohle im m├Ądchen selbst_auch wenn m├Ądchen keines sich zeigt_auch wenn gegenstand irgendwohin zeigt_wo immer gegenstand eines sich erhofft

manchmal mantel nur_m├Ądchen keines_mantel manchmal ist m├Ądchen schon genug_mantel manchmal ist so gut wie m├Ądchens hand_mantel manchmal ist einfinger umfinger schon genug

gegenstand steht auf m├Ądchens hand_aufs liegen in m├Ądchens hand steht gegenstand_gegenstand liegt wohl in m├Ądchens hand_m├Ądchens hand wiegt gegenstand_aufs wiegen in m├Ądchens hand steht gegenstand_gegenstand im liegen wiegt m├Ądchens hand ins stehen_gegenstand steht auf in m├Ądchens hand_gegenstands aufstand liegt beim m├Ądchen in bester hand

m├Ądchens hand wiegt gegenstand_als sei gegenstand kind_als sei m├Ądchens hand gegenstands mutter_im wiegen in m├Ądchens hand steigt gegenstand_gegenstands handstand steht m├Ądchens hand

m├Ądchen wiegt weiter_gegenstand steigt weiter_weiterwiegen im weiterliegen_gegenstand macht’s sicher_obschon m├Ądchen gegenstand in sicherheit nicht wiegt_gegenstands erf├╝llung ist nicht sicher_gegenstands erwartung ist sicher_w├Ąhrend wiegens_m├Ądchens hand am abzug ist sicher_erf├╝llung nicht_erf├╝llung ist nie sicher_in m├Ądchens hand liegt ob und wann

gegenstands stehen h├Ąngt_ an m├Ądchens hand h├Ąngt’s_von m├Ądchens hand h├Ąngt’s ab_ob wann wie lange_von m├Ądchens hand geschicklichkeit h├Ąngt’s ab

auf m├Ądchens hand steht gegenstand_in m├Ądchens hand liegt gegenstand_in m├Ądchens hand steht gegenstand auf_an m├Ądchens hand h├Ąngt gegenstand_von m├Ądchens hand h├Ąngt gegenstand ab

m├Ądchen ├╝bt_mit hand am gegenstand_ gegenstands erf├╝llung_als gegenstand am gegenstand ├╝bt m├Ądchens hand_als gegenstand der hohl ist_am gegenstand der hohl ist_m├Ądchen hat das hohle in der hand_m├Ądchen hat das hohle im kleid_das hohle in m├Ądchens hand ist auch im gegenstand_das hohle im gegenstand hat m├Ądchen in der hand_gegenstands hohles_m├Ądchens hand holt es

gegenstands hohles f├╝llt das hohle in m├Ądchens hand_gegenstands hohles in m├Ądchens hand zeigt auf das hohle in m├Ądchens kleid

m├Ądchen hat hand an gegenstands mund_gegenstands hohles holt m├Ądchen aus gegenstands mund_gegenstands hohles f├╝llt mehr als m├Ądchens hand_gegenstands hohles steigt aus m├Ądchens hand um m├Ądchens kleid

schwarz steigt raum aus gegenstands wei├čem hohlen leib um m├Ądchen im wei├čen kleid_um gegenstands braut steigt raum aus gegenstand_schwarz steigt raum aus gegenstands wei├čem hohlen leib um m├Ądchen im schwarzen kleid_raum aus gegenstand steigt um raums braut

m├Ądchen mit gegenstand in jeder hand f├╝llt gegenstands hohles in gegenstands hohles_gegenstands hohles f├╝llt m├Ądchen um_raum aus gegenstands mund in m├Ądchens einer hand in gegenstands mund in m├Ądchens andrer hand_schwarz steigt raum aus doppelten gegenstands wei├čem hohlen leib um m├Ądchen im wei├čen kleid_raum aus doppeltem gegenstand umsteigt gegenstands doppelte braut_raum aus gegenstands mund umsteigt kleids doppelten mund_raum aus gegenstands mund umsteigt m├Ądchens doppelten mund

gegenstand steigt_gegenstand steigt in m├Ądchens hand_bis m├Ądchens hand nicht mehr birgt_m├Ądchen steigt_m├Ądchen steigt im kleid_bis kleid nicht mehr birgt

kleid umwickelt gegenstand_m├Ądchens hand umwickelt gegenstand_m├Ądchens hand ist kleid_kleid umwickelt m├Ądchen auch_m├Ądchen ist gegenstand

gegenstand entsteigt_gegenstand entsteigt m├Ądchens hand_gegenstand entsteigt kleid_m├Ądchen entsteigt kleid

kleid aus dem m├Ądchen steigt bleibt_hand aus der gegenstand steigt bleibt_das hohle in m├Ądchens kleid bleibt_das hohle in m├Ądchens hand bleibt_gegenstands hinterlassenschaft_umwicklung von gegenstand keine mehr_umwicklung von raum_umwicklung von leere nie_ist gegenstand keiner mehr im kleid ist kleid umwicklung von raum

m├Ądchen entsteigt kleid_m├Ądchen steigt aus kleid in raum_m├Ądchen steigt um_raum steigt um_raum steigt in m├Ądchens kleid_zum m├Ądchen ins kleid nicht_ins kleid wo m├Ądchen nicht mehr ist steigt raum_raum steigt in hand_zum gegenstand in m├Ądchens hand nicht_in m├Ądchens hand wo gegenstand nicht mehr ist steigt raum

raum steigt_raum steigt im gegenstand_raum steigt in m├Ądchens hand_raum steigt im kleid_raum entsteigt kleid_raum umsteigt kleid_raum umsteigt m├Ądchen

m├Ądchen entsteigt kleid_sich entsteigt m├Ądchen nicht_kleid entsteigt kleid nicht_m├Ądchen ist kleid_unausziehbares_m├Ądchen bleibt kleid_gegenstand f├╝r gegenstand_anziehbares m├Ądchen_ausziehbares m├Ądchen_unausziehbares sich

gegenstand zieht am m├Ądchen_gegenstand zieht m├Ądchen an_gegenstand zieht m├Ądchens hand auf sich

m├Ądchen zieht am gegenstand_m├Ądchen zieht gegenstand an_m├Ądchen zieht raum aus gegenstand_m├Ądchen zieht sich raum aus gegenstand ├╝ber

kleid zieht am m├Ądchen_kleid zieht m├Ądchen an_kleid zieht m├Ądchen nicht aus_kleid zieht gegenstand an_kleid zieht gegenstand zu sich_kleid zieht gegenstand in sich

wicklung ist von anfang an_kleid ist wicklung von anfang an_wicklung um gegenstand ist kleid von anfang an_wicklung ist anfangs faden_faden zieht_was am faden h├Ąngt zieht faden

alles h├Ąngt am faden_gegenstand h├Ąngt am faden_gegenstand h├Ąngt am kabel_wenn gegenstand ein elektrischer ist_m├Ądchen h├Ąngt am faden_m├Ądchen h├Ąngt am kabel_wenn m├Ądchen ein elektrisches ist

m├Ądchen h├Ąngt an gegenstands faden_gegenstand zieht m├Ądchen zu sich her_gegenstand zieht m├Ądchen um sich herum

gegenstand h├Ąngt an m├Ądchens faden_m├Ądchen zieht gegenstand zu sich her_m├Ądchen zieht gegenstand um sich herum_am faden aus m├Ądchens hand_am fingerzeig_am finger der zeigt_am finger der auf gegenstand zeigt_am faden der hand h├Ąngt gegenstand_an fingerzeigs faden_finger zieht_finger der auf gegenstand zeigt zieht am gegenstand_am betrachter zieht m├Ądchens fingerzeig auch

kleid zieht_kleids faden zieht_am gegenstand_am m├Ądchen_am betrachter_weithin zieht kleid_als faden so lang bis kleid keines mehr ist_als faden so lang wie es nur sein kann_faden nur noch und kleid noch immer_kleid weitestes_nie reicht kleid weiter

faden f├╝hrt_von leib zu leib f├╝hrt faden_als leib_kleids d├╝nnster_kleids l├Ąngster_kleids leib h├Âchstallselbst_aus kleids leib und in kleids leib zur├╝ck f├╝hrt faden leib_m├Ądchen zum betrachter und betrachter zum m├Ądchen

kleids leib h├Ąngt an fadens leib_kleids leib h├Ąngt am faden zusammen_fadens zusammenhang ist kleids leib_fadens zusammenhang macht m├Ądchens kleid

faden macht m├Ądchen mit betrachter zusammenh├Ąngen_m├Ądchen hat betrachter am faden_gegenstands betrachter hat m├Ądchens kleid am faden und m├Ądchens hand betrachters gegenstand_f├╝r betrachters gegenstand hat m├Ądchen das hohle in der hand_f├╝r gegenstands betrachter hat m├Ądchen das hohle im kleid_betrachters gegenstand zieht’s in m├Ądchens hand_gegenstands betrachter selbst zieht’s in m├Ądchens kleid zugleich_wohl in der hand hat m├Ądchen betrachters gegenstand und gegenstands betrachter wohl im kleid

betrachters gegenstand steigt aus m├Ądchens kleid_am kleid in dem m├Ądchen keines mehr ist h├Ąngt gegenstands betrachter noch_m├Ądchen winkt

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erschienen in

margret wibmer: the holding, katalog zur ausstellung im kunstpavillon, innsbruck 2006             herausgegeben von der tiroler k├╝nstlerschaft

margret wibmer | werke

bestellung und lieferung des kataloges und weiterer publikationen ├╝ber die k├╝nstlerin

margret wibmer | katalog

 

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